Bürgerinitiative Lebensraum Vorpommern

Worum geht es?

Bild Insel Usedom, durch klicken zoomen

Es geht um den Erhalt unserer einzigartigen Natur (links im Bild der Nordteil der Insel Usedom- zum Vergrößern in das Bild klicken), die die Grundlage für den Haupterwerb der Region, den Tourismus, darstellt. Denn sie ist vielen Gefährdungen ausgesetzt:
Erwähnt sei beispielhaft nur der hemmungslose weitere Bau von "Bettenburgen", dem die gesamte Infrastruktur (Verkehr, Wasser/Ab-wasser u.s.w.) nicht gewachsen ist, unüberlegte Entwicklung von Industrieansiedlungen (z.B. riesige Gaskraftwerke) oder extensive Erdgas- und Erdölförderung.

Bild Bohrturm bei Lütow, durch klicken vergrößern

Unser jetziger Arbeitsschwerpunkt ist die Verhinderung der "ungebremsten" Öl- und Gasförderung mittels Fracking, einem umstrittenen Verfahren zur Erhöhung der Ausbeute, das schon an verschiedenen Orten (auch in Deutschland) zu irreparabelen Schäden (z.B. in Trinkwasservorräten) geführt hat. Erkundungsbohrungen seit Ende 2011 durch CEP (rechts im Bild bei Neuendorf auf Usedom), sind die Vorboten für die zu erwartende Anwendung des extensiven Förderverfahrens.

Das Bergrecht, auf dessen Grundlage Fördergenehmigungen erteilt werden müssen, stammt aus dem Anfang des vorigen Jahrhunderts. Es muss so schnell wie möglich den aktuellen Erfordernissen angepasst werden: Speziell müssen Umweltverträglichkeitsprüfungen vorgesehen werden, die Belange der Wasserbehörden und anderer Betroffener beachtet werden.

Wer mit "Fracking" nichts anfangen kann, der sollte sich hier Informationen und weitere Kontakte holen. Bei einer öffentlichen Anhörung des Umweltausschusses im Bundestag am Montag, 21. November 2011 wurde deutlich, dass nach Meinung der Mehrzahl der Sachverständigen die gesetzlichen Regelungen für das Fracking-Verfahren nicht ausreichen und das Bergrecht entsprechend geändert werden sollte. Bis heute gibt es dazu keine nennenswerten neuen Aktivitäten! Allerdings hat die Umweltministerkonferenz am 15.-16.11.2012 in Kiel beschlossen, dass Fracking sehr problematisch sei und es zumindest in Trinkwasserschutzgebieten zu verbieten ist.
Inzwischen wurde im Juni 2013 ein erster Gesetzentwurf zu Fracking vom Bundestag abgelehnt. Ein neuer Gesetzentwurf ist jedoch in Arbeit. Er soll noch Ende 2014 verabschiedet werden.

Bündnis "Gegen Gasbohren"

Bündnis von Interessengemeinschaften, die sich mit konventioneller Gasförderung, unkonventioneller Gasförderung und den Folgen des weltweit umstrittenen "Frackings" (Hydraulic Fracturings) beschäftigen. Alle Infos zum Bündnis "Gegen Gasbohren" sind unter www.gegen-gasbohren.de zu finden.

Unterstützung aus der Politik?

Die LINKE ist bisher die einzige Partei, die geschlossen ein Verbot von Fracking fordert.
www.linksfraktion.de/fracking